Aktuelles

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DIGIONAL auf der EuroCis 2019

Auf über 13.000 m2 mit rund 500 Ausstellern ist die jährlich stattfindende EuroCIS in Düsseldorf die führende Fachmesse für Retail Technology in Europa und bietet ein breites Spektrum an innovativen Technologien. Das DIGIONAL Team war für Sie vor Ort und stellt die wichtigsten Trends vor.

Mittels RFID-Etiketten und digitalen Anzeigen werden weiterführende Informationen zu Produkten ausgegeben.
Mittels RFID-Etiketten und digitalen Anzeigen werden weiterführende Informationen zu Produkten ausgegeben.

„Wie nahezu alle Branchen ist auch der Handel zunehmend datengetrieben. Die EuroCIS 2019 hat eindrucksvoll untermauert, dass Technologie auch für Retailer zum entscheidenden Faktor im Wettrennen um die Gunst des Kunden wird“, informiert Hans Werner Reinhard, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf.

Unter anderem die Themen Kassensysteme und Bestellterminals spielten auf der EuroCIS eine herausragende Rolle. Auch die enge Verflechtung von Online- und Offline-Shop, also die Königsdisziplin des Omnichannel-Handels, bleibt natürlich ein relevantes Thema. Zuletzt nimmt auch der Begriff „mobile“ – ob Mobile Payment, Mobile Shopping oder die Ausstattung der Mitarbeiter mit mobilen Endgeräten – einen nicht zu vernachlässigenden Stellenwert ein.

Im Bereich Mode werden Intelligente Spiegel für die interaktive Umkleidekabine vorgestellt. Mittels RFID-Technologie in den Etiketten erkennt ein Lesegerät im verspiegelten Touchbildschirm, welchen Artikel der Kunde in die Umkleide bringt und kann Produktinformationen oder entsprechende Empfehlungen für weitere Ware und deren Verfügbarkeit anzeigen. Alternativ kann der Kunde das Produkt auch selbst mit einem Barcode-Scanner einlesen. Zusätzlich bietet das System eine Hilfefunktion, mit welcher der Kunde per Knopfdruck nach Personal im Geschäft rufen kann. Dieses wird wiederum per Pushnachricht auf sein mobiles Endgerät über die Anfrage informiert und kann dem Kunden z.B. das gewünschte Teil in die Kabine bringen. Ferner kann das System mit einer Warenkorbfunktion ausgestattet werden. Im Ruhezustand kann der sog. „Smart Mirror“ als einfacher Spiegel fungieren oder wahlweise Digital-Signage-Inhalte wie Produktvideos oder -fotos ausspielen. Das Pünktchen auf dem i sind hier wohl Umkleidekabinen, in welchen der Kunde per Knopfdruck die Lichtverhältnisse und Geräusche an seine Gemütsverfassung anpassen kann – dabei wird von tanzenden Lichtkegeln bei Partymusik bis hin zu sanften Sonnenstrahlen bei Meeresrauschen alles geboten.

Parallel fanden im Rahmenprogramm das EuroCIS Forum sowie das Omnichannel Forum statt und lieferten Kurzvorträgen von Ausstellern und Kunden zu den verschiedensten Themen jede Menge Informationen und Anregungen. Das Forum „The Stage“ bot Newcomern in der Branche eine Bühne, sich dem Fachpublikum zu präsentieren und ihre Lösungen vorzustellen.

Projektnetzwerk wächst weiter

Während das Projekt-Netzwerk stetig wächst konnten bereits erste Praxisprojekte zusammen mit Handelsbetrieben der Region umgesetzt werden. Mittels Eyetracking wurde beispielsweise die Gestaltung eines Verkaufsraums sowie von Produktverpackungen analysiert. In weiteren Projekten wurde die generelle Wirkung von digitalen Schaufensterinhalten gemessen sowie ein Social Media Guide und ein Leitfaden für Google Business entwickelt, die Händler bei Online-Marketingaktivitäten unterstützen sollen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Händlerabend in der Heilig-Geist-Kirche Passau.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Händlerabend in der Heilig-Geist-Kirche Passau.

Im Herbst des vergangenen Jahres veranstaltetet das Projektteam des Centrums für Marktforschung und der Universität in Kooperation mit der Stadt und dem Citymarketing Passau einen ersten öffentlichen Händlerabend in Passau. Hierbei konnten sich die zahlreichen Teilnehmer und Teilnehmerinnen über das Projekt informieren und Ideen zu möglichen Kooperationen sammeln. Neben Informationen zur verschiedenen Themen wie Social Media, Trends und Technologien wurden die Ergebnisse einer niederbayernweiten Konsumentenbefragung vorgestellt sowie der Grad der Online-Sichtbarkeit regionaler Händler aufgezeigt. So zeigt sich beispielsweise, dass knapp 90% der befragten Konsumenten das Internet mehrmals täglich nutzen, mehr als die Hälfte der Befragten kauft mindestens einmal monatlich im Internet ein. Die Vorteile hierin sehen Konsumenten vor allem an der Unabhängigkeit von Öffnungszeiten, der Liefermöglichkeit sowie der großen Produktauswahl. Dem gegenüber steht, dass in der Stadt Passau beispielsweise nur 17% der Händler einen eigenen Online-Shop betreiben.

Während das Netzwerk stetig weiter wächst und das Projekt in den kommenden Monaten weiter auf die Landkreise Niederbayerns ausgeweitet wird, wurden bereits erste Kooperationsprojekte mit Handelsbetrieben umgesetzt, die zu interessanten Ergebnissen geführt haben. So wurde beispielsweise mittels Eyetracking analysiert, wie ein Verkaufsraum sowie Produktverpackungen von Konsumenten wahrgenommen werden. Hierbei wurde zwischen einheimischen und touristischen Kunden unterschieden. Weitere Kooperationsprojekte beschäftigten sich mit der Online-Sichtbarkeit und Marketingmöglichkeiten von Handelsbetrieben. Hierbei entstanden verschiedene Leitfäden und Guides im Bereich Social Media sowie ein Leitfaden zum Thema Google-Business-Eintrag.

Sämtliche Ergebnisse aus den bereits umgesetzten Experimenten werden derzeit aufbereitet. Diese werden im Laufe des ersten Halbjahres 2019 auf der derzeit entstehenden Online-Plattform für alle Händler und Interessierten der Region veröffentlicht werden.

 

 

DIGIONAL am Tag der offenen Tür der Universität Passau

Digitalisierung, vernetzte Gesellschaft und (Internet)Kulturen - unter diesem Motto stellten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am 9. Juni 2018 an der Universität Passau ihre Forschungsprojekte vor, darunter auch das Projekt DIGIONAL. 

Von links: Vizepräsident Prof. Dr. Harry Haupt, Prof. Dr. Jan H. Schumann, Kanzler Dr. Achim Dilling, Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth, Prof. Dr. Dirk Totzek, Dekan Prof. Dr. Franz Lehner, Dr. Stefan Mang
Von links: Vizepräsident Prof. Dr. Harry Haupt, Prof. Dr. Jan H. Schumann, Kanzler Dr. Achim Dilling, Präsidentin Prof. Dr. Carola Jungwirth, Prof. Dr. Dirk Totzek, Dekan Prof. Dr. Franz Lehner, Dr. Stefan Mang

Ziel des von der EU geförderten Projekts ist die Stärkung des regionalen Handels durch eine an die Bedürfnisse stationärer Händler angepasste Digitalisierung. Wie das in der Praxis aussieht, konnten die Besucher selber erleben: mit der Unterstützung zweier Kooperationspartner durften alle Interessenten Prospekte und Werbeplakate mit einer Eye-Tracking-Brille begutachten. Die Teilnehmer bekamen anfangs Aufgaben, die sie in einem kurzen Zeitraum lösen sollten. Heatmaps veranschaulichten im Nachgang u.a. in welcher Reihenfolge und wie schnell unterschiedliche Bilder und Texte wahrgenommen wurden.

Mit einem „Shimmer“ Sensor konnte u.a. auch der Puls der Probanden in den unterschiedlichen Phasen der Aufgabenstellung und -lösung erhoben werden.  Interessant war für die Testpersonen auch die Möglichkeit mittels einer Gesichtserkennungssoftware Emotionen zu analysieren.

Was hier auf spielerische Art und Weise getestet wurde, wird in der Forschung u.a. in der Webseitenanalyse, in der Analyse von Werbematerialien und -kampagnen und vielem mehr eingesetzt.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür haben zahlreiche Besucher und Probanden  Interesse am Projekt gezeigt und weitere Kooperationspartner konnten gewonnen werden.

 

 

Pressemitteilung zur Übergabe des Förderbescheids

Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, Pressemitteilung Nr. 063 vom 23.02.2018 :

Über 12,5 Millionen Euro Fördergelder: Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler übergibt Bescheide aus EU-Strukturfonds an Einrichtungen in Aschaffenburg, Bayreuth, Coburg, Deggendorf, Hof, Ingolstadt, Passau und Würzburg

Von links: Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler, Dr. Stefan Mang, Prof. Dr. Jan Schumann (beide Universität Passau) und Helmut Potje, Referent für EU-Wissenschaftsangelegenheiten am KM. Foto: Steffen Leiprecht
Von links: Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler, Dr. Stefan Mang, Prof. Dr. Jan Schumann (beide Universität Passau) und Helmut Potje, Referent für EU-Wissenschaftsangelegenheiten am Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.
Foto: Steffen Leiprecht

„Bayerns Hochschulen überzeugen europaweit durch zukunftsweisende Projekte im Wissens- und Technologietransfer“

MÜNCHEN. „Die Universitäten und Hochschulen in Bayern sind starke Innovationsmotoren für die Regionen und leistungsfähige Partner für die Unternehmen vor Ort. Das zeigt sich an den über 12,5 Millionen Euro Fördergeldern, die sie für ihre zukunftsweisenden Projekte im Bereich des Wissens- und Technologietransfers von der EU erhalten. Ihre Vorhaben konnten europaweit überzeugen!“, betonte Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler heute im Rahmen eines Festakts in München. Dort übergab er Förderbescheide der EU-Strukturfonds an die Hochschulen in Aschaffenburg, Coburg, Deggendorf, Hof, Ingolstadt sowie an die Universitäten in Bayreuth, Passau und Würzburg. Die Vorhaben der Hochschulen werden durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bzw. den Europäischen Sozialfonds (ESF) unterstützt. Ihre Themen reichen von der Energiespeicherung über Produktentwicklung bis zur Digitalisierung.

Als wichtigen und wertvollen Beitrag zur Stärkung der mittelständischen Wirtschaft bezeichnete der Staatssekretär den Wissens- und Technologietransfer durch die Hochschulen und Universitäten: „Ihre Innovationskraft ist ein großer Standortvorteil für die Region! Denn die Unternehmen erhalten Zugang zu Forschungsergebnissen und können dieses Potenzial für sich nutzen. So können gerade kleine und mittlere Unternehmen von Forschung und Entwicklung profitieren“, erklärte Staatssekretär Sibler. Das sichere ihre Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze vor Ort.

Insgesamt rund 90 Millionen Euro Förderung

Mit der Übergabe der jüngsten Förderbescheide, bei der noch einmal etwa 12,6 Millionen Euro vergeben werden, ist das Antragsverfahren im Hochschulbereich für die aktuelle Förderperiode abgeschlossen. Von einer „bayerischen Erfolgsgeschichte“ sprach Staatssekretär Sibler in Bezug auf das Engagement der beteiligten Forschungseinrichtungen im Freistaat: „Zwischen 2014 und 2020 fließen insgesamt rund 90,3 Millionen Euro aus Strukturfonds-Mitteln nach Bayern. Das verdeutlicht die hervorragende Projektarbeit unserer Universitäten und Hochschulen!“ Staatssekretär Sibler dankte den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern für ihren außergewöhnlichen Einsatz.

Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft im Zentrum

Mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) können Projekte gefördert werden, die die Hochschulen gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in der Region realisieren. Über den Europäischen Sozialfonds (ESF) werden Fördermittel für Bildungs-, Ausbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vergeben, um die Beschäftigungschancen der Menschen in Europa zu verbessern. Im Mittelpunkt der Initiative im Hochschulbereich steht die verbesserte Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft.

(Kathrin Gallitz, Stellv. Pressesprecherin)